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Berufsausbildung

Wir bewältigen Mobbing zunächst in Form von Aufklärung und Entspannung:

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Anti-Mobbing-Coaching nach MSP Marlis Speis Lehrmethode® hier im Bild mit der Entspannung nach dem ersten Gespräch

Unser spezialisiertes Anti-Mobbing-Coaching hilft gegen das große Massenphänomen unserer Zeit. Gemäss Studien wird in deutschen Spitälern siebenmal häufiger gemobbt als anderswo (VSAO, März 2000, Nr. 2).

Mobbing-Phasen

1. Phase: Schlechte Konfliktbewältigung
Am Anfang eines Mobbing-Prozesses steht gemäß Professor Leymann (1995) oft ein unausgetragener Konflikt, der mit der Zeit am Arbeitsplatz unterschwellig weiter wirkt und das Klima vergiftet. Allgemein herrscht eine aggressivere, gereizte Stimmung unter den Mitarbeitenden, es wird aber - zum Teil aus Angst - nichts dagegen unternommen.

2. Phase: Feindseligkeiten
Spitze Bemerkungen und Gehässigkeiten gegenüber bestimmten Personen sind gemäss dem Sündenbock-Phänomen die Folge. Es entsteht ein Ungleichgewicht. Die Feindseligkeiten nehmen zu und richten sich gezielt gegen eine bestimmte Person oder Gruppe. Der ursprüngliche Konflikt tritt dabei in den Hintergrund. Es kommt zur Polarisierung in eine "Opferrolle" und eine "Täterrolle". Auch bilden sich "Mythen" über die betroffene Person (z. B.: "Wenn Fr. K. nicht im Team wäre, könnten wir viel schneller arbeiten").

3. Phase: Rechts- und Machtübergriffe
Mit der gemobbten Person will jetzt niemand mehr zusammenarbeiten. Sie wird nicht mehr akzeptiert und respektiert. Dadurch wird sie zusehends unsicher, macht Fehler und fällt auf. Ihr schlechtes Befinden, das erst durch Mobbing entstanden ist, dient zur Rechtfertigung weiter gehender Ausgrenzungs-Akte. Der reguläre Arbeitsablauf wird gestört, sodass der Betrieb die Gemobbten zunehmend als lästig empfindet. Es wird ihnen nahe gelegt zu kündigen. Der Gesamtzustand des Mobbing-Opfers, hervorgerufen u. a. durch die soziale Isolation und die Zurückweisungen, verschlechtert sich weiter bis hin zu schweren Erkrankungen.

4. Phase: Ärztliche und psychologische Fehldiagnosen
Nach Resch (1994) verfügen viele ärztliche und psychologische Fachleute nur über geringe Kenntnis der Arbeitswelt. Deswegen können sie oft nicht verstehen, wie jemand an Problemen am Arbeitsplatz erkranken kann. Die Folge davon sind Diagnosen wie "Kindheits-Neurose", "Wechseljahr-Depression" und Ähnliches. Die Betroffenen machen dabei die Erfahrung, dass von dieser Seite auch keine Hilfe kommt.

5. Phase: Ausschluss aus der Arbeitswelt
Am Ende eines Mobbing-Prozesses steht der Ausschluss der Betroffenen aus der Arbeitswelt in Form von langfristiger Krankschreibung, Frührente oder Kündigung. Im Extremfall versuchen sie ihre Konflikte am Arbeitsplatz mit (Waffen-) Gewalt zu lösen oder Selbstmord zu begehen. Werthaltungen und Mobbing. In den westlichen Kulturen vollzog sich in den letzten Jahrzehnten ein nachhaltiger Wertewandel, der die gesamte Gesellschaft erfasst hat. Die Globalisierung schürt Existenz-Ängste (Arbeitsplatzverlust) und verunsichert ganz allgemein. Alte Werte wurden über Bord geworfen. Als Richtschnur dient heute kaum mehr Solidarität, sondern persönliches Fortkommen und Eigennutz. Heute wollen Mitarbeitende einerseits mitreden und mitentscheiden, Mobbing in Firmen ist bereits an der Tagesordnung. Jobklärung passiert oft durch Mobbing. Kinder im Kindergarten, in der Schule und in der Lehre haben ebenso Erfahrungen mit Mobbing gesammelt wie Menschen in Partnerschaften, Ehen und in Freundschaften. Unsere einzigartigen Techniken helfen Ihnen bei der Problemlösung. Aus- und Weiterbildung zum Mobbing-Detektiv.

Mobbingopfer haben in der Regel keinen Anspruch auf Gewaltentschädigung. Dies hat das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel in einem Grundsatzurteil jetzt entschieden: Bei Mobbing käme eine Entschädigung erst dann in Betracht, wenn eine Kette von tätlichen und strafbaren Angriffen zu körperlichen oder psychischen Gesundheitsschäden führten (AZ:B 9 VG 4/oo R). Dies zeigt uns ganz klar auf, dass wir als Mobbingberater und Mobbing-Detektive gefragter denn je sein werden, denn hier können wir effektiv helfen.

Was passiert durch Mobbing?
Mobbing macht krank, psychisch und physisch. Im Buch "psychischer Stress am Arbeitsplatz" (Köln, 1986) stellen die Arbeitspsychologen Heiner Dunkel und Dieter Zapf fest: Personen mit sozialem Stress sind ...gesundheitlich gefährdeter. Etwa doppelt so viele Personen mit hohem sozialem Stress hatten auch hohe psychosomatische Beschwerden verglichen mit denjenigen, die niedrigem sozialen Stress haben. In vielen Untersuchungen hat sich gezeigt, dass soziale Unterstützung am Arbeitsplatz insbesondere durch die Kollegen (aber auch durch die Vorgesetzten) Stressreaktionen vermindert und damit das Ausmaß an Depressivität, Unzufriedenheit, aber auch körperlichen Symptomen wie Magengeschwüre verringert. Mobbing bedeutet Ausgrenzung und stellt den Betroffenen unter extremen sozialen Stress. Um so gravierender sind die Auswirkungen, die sich in zwei Hauptgruppen unterteilen lassen:

Psychische Folgen:
Depressionen, Konzentrationsstörungen, Selbstzweifel, Angstzustände bis hin zu psychiatrischen Syndromen und Selbstmordgedanken

Psychosomatische Folgen:
zum Beispiel Herz- und Kreislaufstörungen, Atembeklemmung, Kopf-, Nacken-, Rückenschmerzen, Hautkrankheiten, Schlafstörungen, Erkrankungen des Magen- und Darmtraktes.

Der Psychoterror am Arbeitsplatz führt häufig zur völligen seelischen und körperlichen Erschöpfung. In manchen Fällen sehen die Opfer tatsächlich nur noch einen Ausweg: Sie nehmen sich das Leben. 10 bis 20 Prozent aller Selbstmorde - so schwedische Untersuchungen -sind auf Mobbing zurückzuführen. Schätzungen, die auch hierzulande realistisch sind, wie der Hamburger Internist und Betriebsarzt Dr. Jürgen Ebeling versicherte, der sich als einer der ersten in Deutschland des Themas Mobbing annahm.

Wann sich die ersten Symptome einstellen, ist natürlich von der Art des Psychoterrors und einer Reihe persönlicher Faktoren abhängig: Die körperliche und seelische Grundverfassung, das eigene Selbstvertrauen, das allgemeine Ansehen bei anderen und die sozialen Kontakte spielen eine bedeutende Rolle. Zu den entscheidensten Ressourcen zählt auch die Fähigkeit, Probleme lösen zu können, und nicht zuletzt gute finanzielle Verhältnisse. Wer Angst haben muss, nach einer Kündigung ins gesellschaftliche Abseits zu rutschen, empfindet Mobbing natürlich zu recht als Existenzbedrohung.

Aber auch für Betroffene, die ursprünglich über gute soziale und psychische Kraftquellen verfügten, wird Mobbing oft zur Zerreißprobe. Viele Opfer weisen auf die katastrophalen Folgen hin, die der Psychoterror auch für das Privatleben haben kann. Zahlreiche Familien, feste Freundschaften oder auch langjährige Partnerschaften halten dem Belastungsdruck auf Dauer nicht stand.

Es ist leider kein Ausnahmefall: Trennungen, Scheidungen, ein tiefes Misstrauen gegenüber Menschen wie auch der Verlust des Selbstwertgefühls gehören zu den härtesten Begleiterscheinungen, die der Krieg am Arbeitsplatz in das Privatleben trägt. Psychoterror ist zerstörerisch. Manche Experten finden den Ausdruck >Mobbing< auch nicht gut gewählt: Es klingt wie eine Sportart, verniedlicht einen Prozess, der Menschen zugrunde richtet. Was derzeit in den Betrieben passiert, ist schlichtweg psychische Gewalt - eine Vergewaltigung der Seele.

Die meisten Betriebe ignorieren das Phänomen Mobbing immer noch. Ein schwerwiegendes Versäumnis. Auch wenn die Führungsspitzen nicht aus menschlichen Gründen gegen das Problem angehen wollen, sollten sie es wenigstens den Betriebsbilanzen zuliebe tun. Denn der Psychokrieg ist teuer. Mobbing-Opfer müssen sich über Wochen, manchmal auch über Monate krankschreiben lassen. Auf 30 Milliarden Mark jährlich werden allein die Kosten geschätzt, die durch Fehlzeiten entstehen. Aber durch diese direkten Ausfälle ergeben sich noch weitere Verluste : Die schikanierten Kollegen bringen auf Dauer oft nur noch die Hälfte oder gar ein Viertel ihrer üblichen Leistung. Aber auch die Mobber verbrauchen einen Teil ihrer Energie mit dem Ausklügeln neuer Boshaftigkeiten.

Ebenso gravierend sind die indirekten Folgen für den Betrieb. Ein schlechtes Arbeitsklima dämpft die Motivation und führt vielfach zur inneren Kündigung. Statt sich wirklich für den Betrieb einzusetzen, mit Lust und Power zu arbeiten, Kreativität und Wissen einzubringen, machen viele nur noch Dienst nach Vorschrift. Die Arbeit wird zum notwendigen Übel, dem man soweit wie möglich aus dem Weg geht. Hieraus resultiert eine weitere Negativerscheinung: Während die durchschnittlichen und unterdurchschnittlichen Kollegen in der Regel der Firma erhalten bleiben, wandern die guten und kreativen Mitarbeiter ab. Sie können es sich leisten, die Konsequenz aus dem miesen Betriebsklima zu ziehen, da sie auf dem Arbeitsmarkt die besten Chancen haben. Nicht zuletzt zahlt auch die Gesellschaft beim Mobbing drauf. Ärztliche Behandlungskosten und Krankengeld müssen ebenso finanziert werden wie die Frührentenfälle, die durch den Psychoterror am Arbeitsplatz entstehen. Mobbing ist eine Gefahr für jeden einzelnen, für die Wirtschaft und für die Gesellschaft. Typische Ursachen und Anlässe

Wie entsteht Mobbing?
Auslöser, darüber sind die Experten sich einig, ist immer ein Konflikt. Meist ein ganz banaler. Die Kollegin hat ein anderes Ablagesystem als das Team. Einer raucht , der andere hasst den blauen Dunst. Frau A. lüftet oft und gern, Frau B. findet es dann immer zu kühl. Die Abteilung wird auf EDV umgestellt und keiner weiß so recht, was jetzt auf ihn zukommt. Probleme eben, wie sie im Arbeitsalltag täglich auftauchen. Natürlich führt längst nicht jeder Konflikt zu Mobbing. Aber ob es die Mitarbeiter schaffen, eine vernünftige, faire Lösung zu finden oder ob es zu immer stärkeren Reibereien und bösen Schikanen kommt - das ist nicht vom Zufall abhängig. Hierbei spielen einige bereits bekannte Faktoren eine wichtige Rolle.

Ein entscheidendes Stichwort ist das Arbeitsklima. Ob man sich an seinem Arbeitsplatz wohlfühlt oder nicht, hängt elementar von der Atmosphäre im Unternehmen ab. Die meisten Arbeitnehmer empfinden ein schlechtes Arbeitsklima als Stressfaktor Nummer eins und leiden mehr darunter, als beispielsweise unter Zeit- und Leistungsdruck. Jeder sechste deutsche Erwerbstätige - so ergab 1992 eine Infas-Studie, die im Auftrag der Betriebskrankenkassen durchgeführt wurde - fühlt sich krank, weil in seinem Betrieb dicke Luft herrscht. Doch woran liegt es, wenn die Stimmung gereizt und gefährlich ist?

Stress durch Überbelastung oder schlechte Organisation. Ständiger Zeitdruck und Überforderung begünstigen Mobbing. Klar: Jeder einzelne steht "unter Strom", darüber hinaus häufen sich in einer schlecht organisierten oder unterbesetzten Abteilung oftmals Fehler, der Druck von oben steigt - Kollegialität, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft zwischen Kollegen bleiben schnell auf der Strecke.

Stress fördert Aggressionen, die wiederum ein Ventil suchen. Gleichzeitig fehlt oft die Zeit und damit die Möglichkeit, sich auf der menschlichen Ebene auszutauschen. Entspannte Gespräche in der Mittagspause oder auch mal zwischen Tür und Angel können Missverständnisse schnell bereinigen und Konflikte verhindern. Doch wenn der Stress allein den Takt angibt, bleibt der gesunde Austausch aus.

Monotonie und Langeweile
Wer zuviel Zeit hat, kommt leicht auf dumme Gedanken. Ganz abwegig ist diese überspitzte Formulierung tatsächlich nicht. Ein eintöniger Arbeitsablauf fördert die Lust auf Abwechslung, schlimmstenfalls besteht der Nervenkitzel darin, anderen das Leben schwer zu machen. Abgesehen davon stellt Unterforderung immer einen nicht zu unterschätzenden Stressfaktor dar, der Aggressionen wecken kann.

Schlechter Führungsstil
Ein gravierender Mobbing-Faktor. Viele Experten betrachten den Psychoterror in erster Linie als Führungsproblem. Nicht nur, weil Bosse selbst häufig ihre Untergebenen drangsalieren. Oft sind sie auch indirekte Drahtzieher. Ein schwacher Vorgesetzter, der mit seiner Aufgabe überfordert ist und damit die ganze Abteilung verunsichert, schafft ebenso - nur auf andere Weise - ein Mobbingklima wie der überautoritäre Boss, der keinerlei Freiraum für offene Kritik und Diskussionen zulässt. Darüber hinaus bestimmt die Führungsspitze maßgeblich das moralische Niveau einer Firma.

Konkurrenzdruck und Angst vor Arbeitslosigkeit
In einem Unternehmen, wo keiner um seinen Arbeitsplatz fürchten muss, wo Aufstieg nur über faire Methoden möglich ist, haben Mobber eigentlich keine Chance. Wenn aber Neid und Angst das Arbeitsklima bestimmen, wenn der Konkurrenzdruck als vermeintlicher Leistungsanreiz sogar noch von der Firmenspitze gefördert wird, stehen die Weichen auf Psychoterror. Um nicht den Aufstieg zu verpassen oder gar von der nächsten Kündigungswelle mitgerissen zu werden, bedient sich dann mancher unsauberer Methoden.

Verschärft wird die Situation derzeit u.a. auch von der schlechten Wirtschaftslage und den dramatischen Arbeitslosenzahlen.

Häufig hängen die einzelnen Faktoren, die die Atmosphäre im Betrieb verpesten, miteinander zusammen. Je schlechter die äußeren Strukturen, um so gefährlicher wird es für jeden einzelnen. Denn Frust, Ärger oder Angst, so die These vieler Verhaltenswissenschaftler, wandeln sich oft in Aggression um. Ist der direkte Verursacher nicht zu greifen, richten sich die angestauten, negativen Emotionen einer Gruppe gegen einen sogenannten "Sündenbock", das kann eine andere Gruppe sein oder auch ein einzelner. Die Angreifer fühlen sich im Schutz der Masse geborgen und haben dabei häufig nicht einmal ein schlechtes Gewissen.

Dass ein einzelner als Buhmann herausgepickt wird, geschieht zum Beispiel auch dann, wenn eine Abteilung verunsichert und das soziale Klima von Misstrauen geprägt ist. Ein gemeinsamer Sündenbock dient in einer solchen Situation gewissermaßen als Katalysator und erzeugt ein künstliches Zusammengehörigkeitsgefühl. Ein grausames Spiel, dass vor allem dann betrieben wird, wenn es die äußeren Bedingungen zulassen und sogar fördern.

Ob und wie stark sich Mobbing in einem Betrieb ausweitet, ist also ganz gravierend von betrieblichen Strukturen abhängig. Dabei sollte ein wichtiger Aspekt nicht vergessen werden, dass der Psychoterror auch ein tiefgreifendes Gesellschaftsproblem ist: In sämtlichen Lebensbereichen verzeichnen Experten wachsende Aggressivität. Die Menschen verlieren immer mehr die Fähigkeit, Konflikte fair auszutragen und eine für alle Beteiligten tragbare Lösung zu finden. In den Schulen, sogar schon in den Kindergärten, nehmen Aggressionen zu. Die Bereitschaft zur Gewalt wächst in allen Altersgruppen, das Unrechtsbewusstsein sinkt, erschreckende Beispiele von Gefühlskälte machen Schlagzeilen. Ob Kindergarten, Schule oder später im Betrieb - auf der Suche nach Opfern wird eine zur Aggression neigende Gemeinschaft immer fündig.

Wer ist besonders gefähret?

Die Einzige
Untersuchungen haben ergeben, dass die einzige Frau in einem reinen Männerteam eine schweren Stand hat und leichter unter Beschuss genommen wird. Meist arbeiten diese Frauen in Bereichen, die lange als reine Männerdomäne betrachtet wurden und haben demzufolge auch häufig mit Vorurteilen und Anfeindungen zu kämpfen. Umgekehrt ist es ähnlich: Der einzige Pfleger zwischen lauter Schwestern, der Ausnahmeredakteur in einer reinen Frauenredaktion muss eher mit Schikanen rechnen als seine Kolleginnen.

Die Auffällige
Auch wenn es mit dem Bild einer aufgeklärten Gesellschaft nicht zu vereinbaren ist: Besonders gefährdet zum Außenseiter abgestempelt zu werden, sind Menschen, die sich durch ein Merkmal vom Rest des Teams unterscheiden. Durch eine körperliche Behinderung zum Beispiel oder einen anderen Dialekt. Weil sie Ausländer sind oder alleinerziehend, während die anderen verheiratet sind. Die traurige Wahrheit: Wer zu einer Minderheit zählt, wird häufiger schikaniert, bzw. aus der Gemeinschaft ausgegrenzt.

Die Erfolgreiche
Auch wenn sie vorher bei allen Kollegen beliebt war: Nach der Beförderung schlägt ihr unter Umständen ein eisiger Wind entgegen. Vor allem Neider, die den Job selbst gern gehabt hätten, versuchen dann oft der Aufsteigerin ins Handwerk zu pfuschen oder sie durch Unterstellungen bei den anderen schlecht zu machen. Kreative Köpfe, die mit Einsatz und guten Ideen für frischen Wind sorgen, geraten leicht ins Kreuzfeuer < weiß auch die Tübinger Managementberaterin Ilse Jahre. > Die Angepassten oder Gleichgültigen hingegen haben in der Regel nichts zu befürchten.

Die Neue
Der Kollegin, die neu in die Abteilung kommt, mit Sympathie oder zumindest unvoreingenommen gegenüberzutreten und ihr den Start so leicht wie möglich zu machen, sollte selbstverständlich sein. Leider ist das längst nicht immer. Neid und Vorbehalte werden vor allem geweckt, wenn die Neue irgend etwas vorzuweisen hat, womit sie sich vom Rest des Teams abhebt: Eine bessere Ausbildung zum Beispiel. Vielleicht ist sie auch einfach jünger als der Durchschnitt, oder es eilt ihr den Ruf voraus, der Chef hätte noch einiges mit ihr vor. Oder aber ihre Vorgängerin war besonders beliebt - für die Nachfolgerin unter Umständen ein schweres Erbe, da sie vom ersten Tag an an Maßstäben gemessen wird, denen sie nie gerecht werden kann.

Typische Mobbing-Täter
Wer andere schikaniert muss ein krankhafter Sadist sein? Oder vielmehr selbst ein Opfer, das sich wehrt, so gut es eben kann? So wenig wie es das typische Opfer gibt, lässt sich auch kein Steckbrief des durchschnittlichen Täters entwerfen. Dazu kommt, dass sich die ohnehin wenigen Studien bislang - verständlicherweise - auf die Betroffenen und die allgemeinen äußeren Ursachen für Mobbing konzentriert haben. Denn schließlich sind die äußeren Umstände - darin sind sich die Experten einig - hauptverantwortlich für den Psychoterror am Arbeitsplatz. Darüber hinaus darf man annehmen, dass manchem Mobber die katastrophalen Auswirkungen seines Handelns nicht bewusst sind. Was allerdings nicht bedeutet, dass der einzelne Intrigant oder die boshaft lästernde Kollegin von aller Schuld freizusprechen sind.

Vor allem, wenn der Psychoterror über einen längeren Zeitraum hinweg andauert, muss der einzelne schon ein gewisses Maß an Kaltschnäuzigkeit mitbringen, um systematisch weiter zu drangsalieren und auszugrenzen. Ganz allgemein von der Gruppe der Mobbing-Täter zu sprechen, ist dabei wenig sinnvoll. Es lassen sich aber folgende Unterscheidungen treffen:

Die Drath-Zieher
Sie sind federführend beim Mobbing, denken sich neue Gemeinheiten aus, lassen das Opfer nicht zur Ruhe kommen - weil sie sich davon eigene Vorteile versprechen oder Frust ablassen wollen. Manche Drahtzieher agieren alleine, andere suchen sich Verbündete im Team.

Die Zufallstäter
Aus einem belanglosen Konflikt entbrennt ein Dauerzwist zwischen zwei Kontrahenten. Ein Kampf auf gleicher Ebene, bis einer der beiden die Oberhand gewinnt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt spielt das moralische Niveau des Zufallstäters eine entscheidende Rolle. Er hat die Wahl, ob er fortan sämtliche Boshaftigkeiten unterlässt oder den bereits geschwächten Gegner zermürbt.

Die Mitmacher
Sie treten in zwei Varianten auf: Entweder unterstützen sie den oder die Drahtzieher aktiv, indem sie das auserkorene Opfer beispielsweise mit kleinen Seitenhieben weiter ins Abseits drängen. Oder sie versuchen wegzusehen, sich aus dem Kleinkrieg herauszuhalten - und leisten dem Psychoterror damit auf passive Weise Vorschub. Mitverantwortlich sind sie letztlich in jedem Fall, denn Mobbing wird in aller Regel nur durch Mitmacher möglich - der Täter macht weiter, weil es keiner verhindert. Man bezeichnet diese Gruppe der Zuschauer daher auch als "Möglichmacher". Um sich dem üblen Treiben einzelner entgegenzustellen, sich vor die Betroffenen zu stellen, bedarf es natürlich der Zivilcourage. Die Angst, selbst in die Abseitsfalle zu geraten, ist dabei oft größer als der Mut, entsprechend dem eigenen Gerechtigkeitsempfinden zu handeln.

Ob als Täter oder Mitmacher - Frauen mobben ebenso häufig wie ihre männlichen Kollegen. Beim Schikanieren bleiben die Geschlechter allerdings häufig unter sich - was vermutlich hauptsächlich damit zusammenhängt, dass Frauen häufig mit Frauen zusammenarbeiten und Männer mit Männern.

Leicht nachzuvollziehen ist auch, dass über die Hierarchiestufe Vorgesetzter/ Untergebener offensichtlich häufiger die Männer terrorisieren: weibliche Führungskräfte sind eben immer noch erheblich in der Minderzahl. Auffällig hingegen ist: Frauen mobben mit anderen Methoden als Männer.

Frauen mobben anders
Während Frauen aktive Formen bevorzugen, greifen Männer eher zu passiven Methoden, so lautet eine Erkenntnis des Arbeitpsychologen Dr. Martin Resch.

Zu den typisch weiblichen Methoden zählen: